STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Gedanken beim und zum Fahrradfahren

Wenn ich so auf längeren Strecken unterwegs bin, fallen mir immer Sachen ein. Die schreib ich jetzt einfach immer auf...

Wenn man irgendwo oder irgendwen darauf hinweist, dass Autofahrer sich ganz besonders rück- und umsichtig verhalten müssen, weil sie nämlich das mit Abstand gefährlichste Ding durch die Öffentlichkeit bewegen, kommt garantiert mindestens einer (fast immer ein Autofahrer) daher, erklärt breitbeinig, dass es auch Radler gibt, die sich nicht an die Regeln halten würden und leitet daraus implizit ab, dass Autofahrer, insbesondere er selbst, es deshalb auch nicht müssten. Den Mut, es auch mal wirklich so zu formulieren hat bisher allerdings noch keiner von diesen Strohmannbastlern gehabt. Und ich frage mich dann immer: War ich damals, als ich noch (fast) ausschließlich Auto gefahren bin, etwa auch dermaßen ignorant?!

Dafür, dass die Gemeinde Stahnsdorf einen eigentlich unbenutzbaren Radweg entlang der L76 Richtung Berlin (Potsdamer Allee) als benutzungspflichtig ausweist, so dass man die Wahl hat, entweder von Arschloch-Autofahrern durch Abdrängen belehrt zu werden, obwohl die Straße vierspurig ist, oder seine Laufräder zu ramponieren, wenn man nicht gerade mit dem MTB unterwegs ist oder den, wenigstens halbwegs intakten, Radweg auf der falschen Seite zu benutzen, würde ich dem Bürgermeister gerne jeden Abend eine Haufen Hundescheiße in brennendem Zeitungspapier vor die Tür legen und klingeln.

Ich sehe sehr oft Menschen auf Fahrrädern, die mit jedem Tritt leicht nach links und rechts schaukeln. Meistens liegt das am falsch eingestellten Sattel und meistens sind es Frauen. Ich beobachte aber auch immer wieder reichlich Menschen, die trotz korrekt eingestellten Sattels diese Schaukelbewegungen machen. Das waren bisher immer nur Frauen. Jetzt frage ich mich: Ist das vielleicht was Anatomisches?

Ich hätte gerne ein E-Bike. Und zwar das von Specialized. Das sieht geil aus, fährt sich super und kostet schrecklich viel Geld. Das scheitert aber nicht an den Kosten, sondern daran, dass ich keine Möglichkeit habe, ein solches Fahrzeug sicher abzustellen. Neuerdings weiß ich ja sogar, dass mein Keller unsicher ist.

Ich verstehe nicht, warum der Berliner Senat sich weigert, eine Kampagne zu fahren, die Autofahrern klarmacht, dass fast kein Radweg der Stadt benutzungspflichtig ist. Alleine das Bewusstsein dürfte reichlich Aggression und damit auch Unfälle aus dem Verkehr nehmen. Die Ausrede, die der Leiter der Abteilung Verkehr angibt, halte ich jedenfalls für dummes Zeug.

Seit meine Nachbarn mir mein schnelles Tourenrad, ein Specialized Source, das ich als Auslaufmodell sehr günstig bekommen hatte, aus dem Keller gestohlen haben, fahre ich ein etwas langsameres, denn ein neues Source wäre mir zu teuer gewesen. Früher habe ich auf der Strecke zwischen Berlin und Potsdam immer sehr locker Durchschnittsgeschwindigkeiten von 22 bis 25km/h erreicht(an einem Tag in eine Richtung sogar mal knapp 28km/h - aber da war Rückenwind und grüne Welle). Heute sind es gerade noch höchstens 23km/h. Interessanterweise bin ich jetzt weit weniger aggressiv und radle entspannter - was wiederum meine These stützt, dass ein generelles Tempolimit für KfZ von 100/70/30 zu mehr Gelassenheit im Straßenverkehr führen würde. Aber Anekdoten sind ja leider keine Daten und mit Gelassenheit lassen sich keine absurd motorisierten Alltagsautomobile verkaufen.


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