STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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61 wird zunehmend affig. Ich bedauere das sehr.

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Guten Tag!

Ich bin ein wenig paranoid. Mir fehlt auch weitgehend die Fähigkeit, in unterschiedlichen Kategorien zu denken. Mit Wissenschaft habe ich es nicht so, das ist mir zu anstrengend. Lieber ziehe ich Fehlschlüsse. Ich halte jede noch so alberne, aber plausible Erklärung für die Realität. Dem System™ unterstelle ich grundsätzlich, dass es uns™ feindlich gegenübersteht und dass seine™ Medien ausschliesslich Propaganda verbreiten. Ich weiss, dass Kornkreise Botschaften von Ausserirdischen sind, dass die Maya die Zukunft vorhersagen konnten, dass die Pocken nicht durch Impfung ausgerottet wurden, dass Steuern böse sind und öffentliche Infrastruktur auf Bäumen wächst. Viel mehr Ahnung habe ich von der Ökonomie eigentlich nicht, ausser dass ich schonmal von Kondratjew gehört habe, seinen Namen aber meistens falsch schreibe. Wenn ich schreibe, benutze ich gerne einen Accent anstelle eines Semikolons, streue Wörter in Großbuchstaben ein und scheitere meistens daran, vermeintlich versteckte Bedeutungen von Worten auszuzeichnen, indem ich deren Silben durch Striche trenne. Ich bin latent rassistisch, fremden-, islam- und judenfeindlich, habe aber gelernt, das hinter unfundiertem aber wortreichem Gestänker zu verstecken, das ich den Arglosen als "Kritik" verkaufe, während die Gleichbeschränkten mir für meine vermeintliche Querdenkerei applaudieren. In meinem Keller lagern Vorräte für ein Jahr und ich wünsche mir schon seit über zehn Jahren, dass nächstes Jahr die öffentliche Ordnung zusammenbricht, damit ich hinterher sagen kann, ich hätte recht gehabt. Mein Lieblingssmiley ist der, der den Kopf gegen die Wand schlägt, weil ich mir einbilde, sowieso alles nicht nur besser zu wissen, sondern die Realität gleichsam durchdrungen zu haben. Aus diesem Grund habe ich mir auch einen Spitznamen ausgesucht, der einen asiatischen oder indianischen Stamm hat. So ganz genau weiss ich das allerdings nicht. Ist mir aber auch egal - hauptsache er klingt irgendwie spirituell und verleiht mir einen ganzheitlichen Nimbus.

Darf ich in eurem Wirtschaftsforum mitmachen?

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Esoteriker... bilden sich Den ganzen Tag lang ein, "Energie" spüren zu können, die gar nicht existiert, begründen das damit, dass sie halt total sensibel und empathisch wären, sich halt so super auf alles einlassen könnten weil sie eine viel intensivere, schärfere Wahrnehmung hätten - scheitern aber regelmäßig schon an der simplen Aufgabe, selbständig zu erkennen, wann sie anderen Menschen mit ihrem Scheiß auf den Saque gehen.

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Danke!


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Wenn diese Pfeifen, die einem erzählen, man würde beim Zugfahren "immer so interessante Menschen" kennenlernen, auch nur annähernd so oft im Zug unterwegs wären, wie der Begriff "immer" impliziert, würden sie gar nicht erst solche Grütze schwallen.

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Mann muss jetzt abends wieder die Balkontür zumachen.
Das gefällt mir nicht.

Überhaupt: mir gefällt so einiges nicht.

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In all affairs it's a healthy thing now and then to hang a question mark on the things you have long taken for granted.

&

I think we ought always to entertain our opinions with some measure of doubt. I shouldn't wish people dogmatically to believe any philosophy, not even mine.

(Gleich zweimal Bertrand Russel)

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Bei der Beurteilungen sozialer Situationen spielt die Einstellung des Beurteilenden eine wesentliche Rolle. Einstellungen kommen durch Erfahrungen aus der Vergangenheit und, weil das Gehirn es sich gern leicht macht, durch Übernahme plausibler, anscheinend bewährter Einstellungen von Vorbildern zustande. Dazu gehört, Menschen bestimmte Eigenschaften nur aufgrund eines äusseren Anscheins oder eines Konsenses innerhalb der eignen Bezugsgruppe zuzuschreiben, also Vorurteile zu fällen.

(Die Psychologen mögen mir meine wohlfeil zugespitze Darstellung bitte verzeihen!)

Gestern ging ein Rauschen durchs (Twitter-)Netz: die Polizei habe einen friedlichen Passanten grundlos brutal behandelt. Als Bestätigung hat zunächst ein Video gereicht und später ist ein Schwitzkasten-Foto rumgegangen. Aus beiden Dokumenten kann man eine solche Aussage nicht zweifelsfrei ableiten - und doch ist genau das passiert.

Das Gehirn bekommt lieber eine vorhandene Einstellung bestätigt, indem es selektiv wahrnimmt, anstatt jeweils anstrengende Neubewertungen vorzunehmen. Die selektive Wahrnehmung verfestigt das Vorurteil und man beeinflusst ähnliche Situationen unbewusst dahingehend, dass sie die Einstellung wiederum bestätigen. Unsere Erwartungen an eine Situation bestimmen, als selbsterfüllende Prophezeihung, deren Verlauf.

Darum gibt es immer mal wieder Dresche von der Polizei. Denn auf Seiten der Demonstranten besteht das Vorurteil, dass die Polizisten aggressiv seien. Also werden einzelne Polizisten dahingehend provoziert, die erwartete Aggression auch zu zeigen. Meistens geht das ohne grössere Reibung über die Bühne.
Trifft ein Demonstrant aber auf einen Polizisten mit der passenden Einstellung, schaukelt man sich, oft ebenfalls unbewusst, hoch und das Ergenbnis ist anscheinend grundlose Brutalität. In der Regel zu Lasten des scheinbar friedlichen Demonstranten.

Es wird auch in Zukunft immer wieder Dresche geben, ob mit Nummern auf der Uniform oder ohne. Das wird so lange passieren, wie Demonstranten nicht lernen, weitgehend vorurteilsfrei in Interaktion mit Polizisten zu treten. Denn nur wenn man nichts erwartet, ist der Verlauf einer Situation auch wirklich offen.

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Gibt es eigentlich auch "konservative Vordenker", deren wirtschaftliche Zukunft nicht auf komfortable Weise gesichert ist?

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Zum Vergleich denken Sie an den Glücksspieler, der kurz seine Hasenpfote drückt, bevor er im Roulette setzt. Die immer wieder unzweifelhaft zu beobachtenden “Erfolge” des Pfotendrückens (der Spieler gewinnt) sind nicht zu leugnen. Doch um herauszufinden, ob das Pfotendrücken wirklich “wirkt”, sind eine große Zahl von Wiederholungen oder eine große Zahl von Pfotendrückern ebenso notwendig wie statistische Methoden, um deren Erfolgsrate mit der von Nicht-Pfotendrückern zu vergleichen. Mit anderen Worten: wissenschaftliche Verfahren.
Natürlich ist das nicht jedem Pfotendrücker begreiflich zu machen. Die meisten werden sagen: “Was kümmert mich die Wissenschaft? Wer gewinnt, hat Recht!” Aber das ist, wie gesagt, ein Trugschluss.
Das (hochpotenzierte) homöopathische Mittel ist in der Medizin das Gegenstück zur Hasenpfote im Casino.


(Kommentar zum "wer heilt hat recht"-Unsinn im GWUP-Blog)

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In der Lutherkirche in Hannover gibt's nen Fünfer, wenn man den Gottesdienst durchhält. Nur 200 Meter von der Lutherkirche entfernt ist das "Bier-Restaurant Meilenstein".

Zufall?

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Bitte verbietet Laubgebläse.

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Reefer Madness


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