STACKENBLOCHEN (rsf)
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Neulich war ich mal wieder in London und habe mich mal wieder gefragt, warum es in einer Stadt wie Berlin nicht auch ein so angenehmes Magazin wie „Time Out“ gibt. Ein wenig die Stadt feiern, viele Veranstaltungen und nicht andauernd dieses Gefühl, Texte zu lesen, die von unmodernen, frustrierten Provinzbassisten mit Abitur geschrieben worden sind, die im Grunde darunter leiden, dass das mit der Musikerkarriere in der Hauptstadt auch nicht so richtig geklappt hat und die jetzt den Absprung nicht mehr schaffen.
Die Namen tun ihr übriges. Die eine Zeitschrift heisst wie die Billigmarke eines Lebensmitteldiscounters und die andere wie ein Wort, dass man vielleicht benutzen würde, um sich über Berliner lustig zu machen, die kein Hochdeutsch können. Und jetzt wollen sie auch noch die Veranstalter verarschen.
Glücklicherweise bin ich ein irre langweiliger Tüp, der praktisch nie rauskommt, so dass ich auf diese Magazine nicht angewiesen bin. Wenn ich allerdings Ahnung vom Zeitungmachen hätte, würde ich versuchen, ein Time Out Berlin auf die Beine zu stellen. Aber das wird bestimmt sowieso schon jemand anderes versuchen, der auch keine Ahnung vom Zeitungmachen hat, weshalb wir nichts davon mitbekommen werden. Ausser wenn es zu spät ist.

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Ich fürchte ja, die meisten deutschen Stadtmagazine SIND aus dem Versuch geboren, „Time Out“ nachzumachen... :(

Aber ich denke mal, jede Stadt bekommt die Stadtmagazine, die sie verdient.

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Da hast Du sogar Recht. Auf den ersten Absatz bezogen.

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Ich weiss übrigens gar nicht, wie die Printausgabe des „Journal Frankfurt“ aussieht, ahne aber Schreckliches, wenn ich mir die unübersichtliche, optische Beleidigung ansehe, die sie „Portal“ nennen.

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das ist ja ein starkes stück mit den veranstaltungsdaten. zeigt aber auch das zeitungstypische existenzproblem. die terminsuchenden wandern ins internet ab. die veranstalter wenden sich ob der anbettelei mit grausen.
und dann bleiben die unmodernen, frustrierten provinzbassisten unter sich und können sich richtig anöden. natürlich werden solche hefte von solchen leuten gemacht. die sind schließlich seit 1980 in der stadt und haben den gesamten bezahlten kulturmarkt unter sich aufgeteilt.

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... und scheinen ihren Anteil fast ausschliesslich an Leute zu vererben, die desselben Geistes Kind sind.

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Tut Euch doch zusammen.

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was ist denn gewonnen, wenn sich zu einem irre langweiligen Tüpen, der praktisch nie rauskommt, noch ein irre langweiliger Tüp, der praktisch nie rauskommt, gesellt? holgi und ich, wir könnten schon gut eine zeitung zusammen machen. aber die müsste dann heißen "wohin im internet?" oder so. zwofuffzig, mit echten screenshots und an jedem kiosk.

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Time In(tern@t)

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Wenn Ihr zwei eine Zeitung machen tätet, egal wozu, wollte ich aber unbedingt mit dabei sein. Kaufen eh.

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Drei Autoren hätten wir schonmal. Jetzt brauchen wir noch Geld. Ich hör mich mal um :D

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Ich hätte 3,80 Euro in Leergut und noch eine nicht abgestempelte Briefmarke.
Es soll Start-Up`s gegeben haben, die mit weniger....lassen wir das.

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Derartige Magazine gibt es in Deutschland nicht, da es hier auch keine Städte wie London gibt.

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Ich habe schon vor Jahren vermutet, daß die Armabersexy-Primärorgane tip und Zitty irgendwann zu "Titty" fusionieren - nebst Neausrichtung des Business-Modells.

Und wie lächerlich macht sich eigentlich ein auflagenstarkes Stadtmagazin, das seine Leser mit Geheimtipp-Getue verarscht? (Als ob ein Klubbesitzer, dem es wirklich um Exklusivität geht, seinen Laden in Interviews pimpt...)

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roland, du bringst ja mit deiner linksammlung schon mal eine 1a aussteuer in unsere ehe. da kann, ich wiederhole mich, dieser komische herr google einpacken! ich lass schon mal die aktien drucken. ich kenn da eine druckerei, die macht das gegen eine annonce auf den aktien bestimmt für lau.

booldog, der "geheimtipp", wahlweise auch der "echte geheimtipp" ist ein eigenes genre im journalismus in der contentproduction. da steckt weder irgend eine absicht noch überhaupt ein gedanke dahinter.

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Da hat der Bov aber mal sowas von Recht. Wenngleich ich mich schwertue, in Lobhudelei auszubrechen, nur weil der Roland eine wirklich wunderbare, epochale, ja pyramidonale Linksammlung pflegt.

Nachdem der letzte Geheimtipp-Anfall der Zitty dazu geführt hat, dass mein Lieblingsladen schlagartig voller Leute war, die mal in einen Geheimtip gehen wollten™, werte ich solche Berichte als Angriff auf meinen Komfort. Es lebt sich ja auch ruhiger mit so einer kleinen Paranoia. Da weiss man wenigenstens, woran man ist. Man selbst.

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übrigens, für new york gibt es auch eine time out ausgabe, aber ich fand sowohl die new yorker als auch die londoner ausgabe qualitativ keinesfalls besser als die lokalen berliner stadt gazetten. eine stadtzeitung die ich gerne in die hand nehme ist die kölner stadtrevue, da werden (aus meiner sicht) noch kontroverse poitische themen zumindest angerissen, bei der klüngelpolitik im stadtrat finden sich auch genug themen.

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