Also mit Magarete Schreinemakers-live und Senta Berger kann man sich wirklich mit fremdschämen.
Was hat der Barth da gesucht?
Interessant auch die Applauskulisse und die abgelesenen Erklärungsversuche der HerrMann.
Trotzdem is JBK so spannend wie ne Schlaftablette.
Und als letzter Hinweis: Bei Sat1 hätten se die Sendung nach der Hälfte "wegen technischer Störrungen" abgeschaltet.
Interessant auch danach: Zurück zur Normalität.
Das sind, soweit ich nachvollziehen konnte, die Kommentare zur Sache, die hier verschwunden waren. Die Uhrzeiten sind aus meinem Feedreader und müssen nicht unbedingt stimmen. Die Reihenfolge stimmt aber.
10.10.2007, 02:48, kmfw.blog
Nun gut, aber fremdschämen wär hier nicht der Begriff, der mir zu Frau Herman einfallen würde. Über jenen müsste ich erst einmal verdammt lange nachdenken.
05:48, stackenblochen
Also wir fanden den Ausdruck passend für die Gesichter der Damen Berger und Schreinemakers während des Geseiers von Frau Hermann.
Und ich habe die Schreinemakers immer scheisse gefunden. Bis heute. Tolle Frau, wie es scheint. Senta Berger sowieso („Wie alt waren sie 68, Eva Hermann?“)
09:49, supersuess
Frau Herman liegt schon lange am Boden und wer kommt jetzt um die Ecke geeiert um nochmal nachzutreten? Der allerschmierigste von allen, JBK, und im Schlepptau die Bagage Barth, Schreinemakers und Berger. Gibt es in diesem Land - jenseits von Katholiken und NPD - noch jemanden, der für die Herman Partei ergreift? Das kann ja alles nicht wahr sein. Wir sehen hier einer öffentlichen Hinrichtung zu und keiner greift ein? Nur weil die Meinung von Eva Herman nicht der veröffentlichten Meinung entspricht?
10:49, ruhepuls
@supersüss
naja, kerner hat ja nun nicht nachgetreten, sondern eva hermann eher ungefähr dreihundert mal die möglichkeit gegeben, sich für ihre worte zu entschuldigen. wenn er nachgetreten hätte, hätte das anders augesehen. aber ich glaube, das kann der gar nicht..
'nur weil frau hermann nicht den veröffentlichten meinungen entspricht'? sie hat sich in dieser sendung prima noch mehr in die scheisse manövriert. wer heute noch mit den autobahnen im zusammenhang mit dem dritten reich ankommt.. und dann dieser satz, dass man nicht über den verlauf der geschichte sprechen könne, ohne sich zu gefährden. das war wirklich geradezu dumm.
11:49, stackenblochen
von stackenblochen
Neben einer unerträglich arroganten Haltung hat Eva Hermann sich noch dadurch disqualifiziert, dass sie in der Sache exakt so vorträgt wie jeder andere, völkisch verbrämte Agitator, der mangels echter Argumente versucht, Gesellschaft biologistisch zu erklären und zu orgaisieren.
Jeder Versuch, ihr klarzumachen, auf welche Seite sie sich damit stellt, ist an ihrer Zickigkeit abgeprallt. Sie hat endlos rote Teppiche ausgerollt bekommen, hätte nur sagen müssen, „Au mann, da habe ich aber ganz schönen Mist gelabert, tut mir Leid.“, was jeder, geistig halbwegs gesunde, Mensch ihr locker hätte verzeihen können, denn jeder Mensch labert mal Mist. Aber sie hat das alles ja nichtmal gemerkt, sondern kommt am Ende noch mit Verschwörungstheorien um die Ecke. Wie die Rechtsradikalen.
Wenn die Frau Berater haben sollte, haben diese entweder komplett versagt, oder sie willl tatsächlich Spitzenpolitikerin in einer rechtsradikalen Partei werden.
Wer ernsthaft glaubt, man könnte einzelne Teile des Dritten Reichs vom gesamten System abkoppeln und isoliert bewerten, zeigt dadurch vor allem seine Unfähigkeit, folgerichtige Schlüsse zu ziehen. Und schaut man sich an, wieviel zum Thema schon gesagt und geschrieben wurde, kommt noch Unbelehrbarkeit dazu. Das ist, was ich Dummheit nenne. Und davon meine ich, bei Eva Hermann reichlich gesehen zu haben.
der o-ton zu dem zitat von herman, wegen dessen alle auf ihr herumhacken sieht aber anscheinend etwas anders aus:"sie hat stattdessen tatsächlich (i.ü.s.) gesagt, MIT DEM DRITTEN REICH FING DIE PERVERTIERUNG DER FAMILIENWERTE AN." (Link)
das lässt das ganze doch irgendwie etwas anders erscheinen, oder? mal abgesehen davon, dass ich sie nicht für die hellste halte...
Das ist der O-Ton von der Pressekonferenz. Ich wäre sogar geneigt gewesen, ihr die Nummer mit dem Missverständnis abzukaufen. Aber einerseits begibt sie sich freiwillig und nachdrücklich in diese braunen Untiefen und distanziert sich vorsorglich vom Dritten Reich, was für mich aussieht, wie das Augenzwinkern nach rechtsaussen, das man auch von den Onkels gewohnt ist und andererseits hat sie der Bams, nach der kleinen Empörung über die Pressekonferenz, nochmal gesagt: „Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war, dass Werte, [...] die auch im Dritten Reich gefördert wurden, anschließend durch die 68er abgeschafft wurden. Vieles, was in dieser Zeit hochgehalten wurde, wurde danach abgeschafft. Und dazu gehören Werte, die uns auch vor dem Dritten Reich zusammengehalten haben und uns ja auch das Überleben gesichert haben. Familie nämlich.“
Man könnte Frau Hermann an dieser Stelle beispielsweise fragen, ob der Umstand, dass das Überleben der meisten Juden nicht gesichert war, darauf zurückzuführen ist, dass sie solcherlei Werte nicht hatten. Der Umkehrschluss ihres Vortrages würde das jedenfalls nahelegen.
Und sowas passiert nur jemandem, der entweder stramm rechts oder strunzdoof ist. Und rechts will sie ja nicht sein, sagt sie.
PS: du kannst Links auch taggen. Das sieht hübscher aus. Ich habe das mal in deinem Kommentar gemacht :)
ich hatte ja erst gedacht, die frau braucht ein wenig pr für ihr nächstes langweiliges buch...
gut, dass du geschichte verfolgt hast, ich habe es nämlich nicht so sehr. ich ziehe meinen einwand zurück.
entweder sie schnallt nicht, dass sie rechts ist, oder dass rechte nicht lesen, sie sich also die "mühe" mit ihrem buch nicht hätte machen müssen...
man muss ihr ja noch nicht mal mit den juden kommen, denn sie hätte bestimmt eine "schlaue" antwort, warum familiäre werte für juden damls "nicht so aktuell waren"... alleine der umstand, dass man seine kinder von kleinauf darauf vorbereiten musste/wollte in irgendeinem schützengraben für führer, volk und vaterland die gedärme in den sand zu kotzen hört sich nicht gerade nach nestwärme und "sicherung des überlebens" an... mal ganz davon abgesehen, dass die familie einen scheißdreck wert war, wenn man sieht, dass u.u familienmitglieder sich gegenseitig angeschwärzt und ausgeliefert haben, wenn einer nicht so wollte wie die partei...
(in der ddr das gleiche, meine freundin wurde in der schule noch gefragt, was die eltern denn gewählt hätten und ob sie auch gute parteimitglieder wären...)
Wer ist auf die Idee gekommen, die Hermann mit der aktuellen Vorgeschiche in eine Reihe mit Barth zu setzen? Was sollte das überhaupt werden, vom tatsächlichen Verlauf des Treffens abgesehen?
Meine Theorie ist, dass der Redaktion und Kerner die Nummer entglitten ist, weil sie eben doch grösser war, als JBK in der Lage ist, zu handhaben.
Die haben versucht, die Hermann zurückzuholen in den Medienbetrieb, indem sie ihr die Chance einräumen, zu sagen, sie hätte Mist gebaut und man möge ihr verzeihen (darum auch der Verzicht darauf, ihr das BamS-Zitat um die Ohren zu hauen). Dann hätte sie früher oder später irgendwo eine kleine Sendung mit Gästen bekommen oder vielleicht sogar irgendwo im Werbefernsehen die sogenannten Nachrichten vorlesen dürfen. Ähnlich wie bei Michel Friedmann damals. Der Unterschied war allerdings, dass Friedmann hervorragende PR gemacht hatte, die es geschafft hat, dass nach ein paar Tagen nur noch das bisschen Koks ein Thema war und niemand mehr über die eigentliche Schande gesprochen hat, nämlich dass er mit Zwangsprotituierten in der Kiste war und auch gewusst haben muss, dass es solche sind, weil man bei osteuropäischen Nutten in Berlin immer erstmal davon ausgehen muss, dass sie nicht freiwillig anschaffen gehen. So sind beide zu Lehrstücken geworden. Die PR der Hermann allerdings eher dafür, wie man es nicht macht. Weder in Print- noch in Fernsehinterviews. Aber ich schweife ab.
Ich schätze, der Plan der Redaktion sah aus wie folgt.
Eva Hermann bittet um Verzeihung, sie hätte Mist geredet, alles nur ein Missverständnis. Alle einigen sich darauf, dass sie eigentlichirgendwiejaschon zu Unrecht gefeuert worden ist. Zur Bestärkung, damit Max Mütze es auch nochmal versteht, dass man diesen Nazischeiss nicht macht, nochmal eine historische Analyse von dem lustigen Wissenschaftler im Publikum.
Gespräch mit Barth, dessen Scherze sich ja immer um Frauen drehen und der eine neue CD oder DVD draussen hat und die bewerben will Der hätte einerseits die drohende intellektuelle Überreizung des Fernsehzuschauers etwas mildern können, indem er eins seiner lauen Scherzchen erzählt und allemalachen und ist ausserdem auch jemand, der jünger ist, so dass er aus Kindersicht von einer heutigen Mutter erzählen kann, die sechs Kinder bekommen hat, also Hermanns völkischem Ideal zwar entspricht, aber ein Leben in Freiheit dem von Evchen propagierten Leben vorzieht.
Eine Insider-Reportage aus den vielgescholtenen und von Eva Hermann fehlinterpretierten 68ern von der zweifachen Mutter Senta Berger, die, ganz Feministin, im übrigen Eva Hermanns Meinung zu heutigen Müttern und Familien hätte widersprechen können, falls es nötig wird, was es ja auch zügig geworden ist.
Gespräch mit der Soziologin und zweifachen Mutter Margarete Schreinemakers, die möglicherweise ja auch schonmal vom Sender genommen wurde, weil eine Kampagne gegen sie gelaufen ist, sie aber unschuldig war, wie Eva Hermann ja imgrundeeigentlichirgendiwe auch: 'Wie war das damals, was hast du danach gemacht? Was würdest du Eva jetzt raten?'
Eva Hermann wird verziehen, angesichts der übermächtigen Lebenbeispielphalanx rückt sie am Ende der Sendung sogar noch Stückchen von ihren sogenannten, ja immer nur abstrakt diskutierten Werten ab und Kerner hat nen kleinen Scoop und ne Riesenquote. Immerhin letzteres hatte er. Und einen weiteren, ungewollten Beleg für seine Beschränktheit. Denn spätestens nach dem BamS-Interview hätte der Readaktion klar sein müssen, wie die Hermann tickt. In ihren Büchern scheint es ja ebenfalls zu stehen.