Wer wissen will, wie Berlin im Durchschnitt garantiert nicht ist, sollte unbedingt Zitty lesen. Unter der Überschrift „An einem ganz normalen Mittwoch“ lassen sie fünf Einwohner Berlins ihren Tagesablauf protokollieren.
Einen Rapper, eine alleinerziehende Mutter, die an der HU studiert, den Blogger Malte, dessentwegen ich den Artikel, nach langjährigem Ignorieren der Zitty, überhaupt nur gelesen habe, einen Architekten und eine Autorin. Alle zwischen 22 und 33 Jahren alt und alle irgendwie so unterwegs, wie Max Mütze aus Schwäbisch-Hall sich vorstellt, dass alle Leute in Berlin unterwegs sind.
Dämliche Postille.
Nee, ich glaube nicht. Dafür schreibt die jetzt lieber für den Tagesspiegel so Dinge über Paris Hilton...
Aber siehste: haste gekauft die Postille, die dämliche. Mehr wollten die auch nicht erreichen mit dem neuen Konzept. Ausser, dass Leute das Blatt wieder kaufen, die es jahrelang ingnoriert hatten.
Eigendlich wirklich so mit dem Ignorieren geht mir nähmlich auch so. Ich hab mir so seit ich in Berlin wohne, mal vorgenomen mir ne Ausgabe zu kaufen, weil die damals das mit den Urbanen Penner Thema hatten, aber nie eine gekauft. Ich lese zwar immer im Laden die Titelseite, aber dann Ignoriere ich sie weiter. DIe gibts übrigends nicht nur in Berlin, is mir aufgefallen.
boah, wie ich es hasse, dieses zwanghafte berlingedöns. so wie da führen sich doch höchstens die zugezogenen max mützes auf, weil sie es irgendwo mal gelesen haben. ein teufelskreis...
So führen sich einige Bewohner Berlins auf. Ist ja auch nicht schlümm. Nur, dass Max Mütze denkt, man müsse sich so aufführen, wenn man in Berlin ist, ist schlimm.
Holgi, das mit den Schwaben geht mir eherlich gesagt kommplett an mir vorbei. Ich habe eher irgendwie das Gefühl die Ösis und die Bayern fangen an Berlin zu bevölkern. Das durfte ich gerade wieder in der U2 begutachten. Die zu blöt waren den Stadtplan R>ichtig zu lesen. Eine hatte sogar nen Zitty unterm Arm und versuchte sehr kläglich den Berliner Dialekt zu kopieren.
Und nächste Woche:
Ein normaler Tag in Ostdeutschland: Hellersdorf
Aber sie sind nicht nur Unterwegs, sie machen auch noch was. Und dann nich den Beruf des Dachdeckers oder Tierverwerters, sondern Musiker Rapper oder alleinerziehende Studentin. Mal wieder jedes Vorurteil über Berlin in einer Zeitschrift untergebracht.
Holgi, Du meinst doch nicht etwa den aus 'Kottan'? <http://kottan-ermittelt.at/darsteller/>
Da trink' ich doch gleich einen drauf - einen Kaffee natürlich, um 9 Uhr früh.
Cheers,
Jürgen von 'Cheers - auf uns!' | http://cheers.podspot.de
Also ich finde die dargestellten Mittwoche äußerst langweilig, ernüchternd und absolut austauschbar (städtemäßig). Insofern kann ich da keinen Berlin spezifischen Glamour-Faktor erkennen.
Ick muß da ooch nochmal auf die lokalen Berliner Stadtillustierten draufhauen.
Also diese seichten selbstreferentiellen Inhalte sind schon schwer erträglich. Und das schon seit längerer Zeit. Die kleinere Kölner Zeitung ist viel bissiger und macht mehr Spass beim lesen, d.h. eine Stadtillustrierte muß nicht nur bla bla verbreiten.