Der 2005er Merlot von Stellar Organics hat mir nicht gefallen. Den hatte ich gekauft, weil deren Syrah mir gut gefallen hatte. Den Merlot fand ich aber irgendwie nicht der Rede wert. Vielleicht weil es ihm an eindeutigen Aromen mangelt. Irgendwie matschig aber dann wiederum auch nicht sonderlich gefällig. Das finde ich zwar bemerkenswert, würde ihn aber nicht wieder kaufen. Der hat sowas von einem einfachen, offenen Rotwein in einem Café, das nicht viel Wert auf sein Weinangebot legt, wo man sich dann hinterher nicht mehr daran erinnert, was man getrunken hat, aber sicher ist, dass ein Bier irgendwie schöner gewesen wäre.
Gibt es denn wirklich Kaffees, die ein bemerkenswertes Weinangebot haben und wenn, dann auch damit umgehen können?
Vielleicht sind meine Zweifel auch nur Ergebnisse schlechter Erfahrungen?
Aber-- schreib bitte mal weiter über Deine Weinerfahrungen, auch wenn der Konservative Weinkenner Dich für Deine Wortwahl wahrscheinlich am liebsten steinigen würde, vielleicht lesen sie sich gerade deshalb so erfrischend.
Vorerst werd ich wohl trotzdem bei meinem heißgeliebten "Hauswein", einem Trollinger aus Fellbach bleiben
Nein, so Cafés gibt es wahrscheinlich eher nicht. Aber kennst du diese Momente in der Gastronomie, wo du dir einen Wein bestellst bei einer Person, die den Grauburgunder Pinno Kritscho nennt und du bekommst ein hässliches Glas, das bis zum Anschlag mit viel zu kaltem Weisswein gefüllt ist, der mit steigender Temperatur auch nur saurer wird? Sowas meine ich. Die sevrvieren dann gerne auch mal Dornfelder. Dornfelder habe ich bisher nur schlimmen getrunken.
Diesen Moment kenne ich zur Genüge, daher lasse ich heutzutage die Experimente mit dem grauen Burgunder. Aber noch schlimmer(wenn das überhaupt geht) ist es, wenn das Glas mit dem Rioja so anläuft, als habe die Flasche neben dem Moskowskaja im Tiefkühlfach gelegen.
Dafür würd ich Dir gern mal einen brauchbaren Dornfelder (auch aus Fellbach) kredenzen
Über eine Expertise meines Stammweines, den 'Viña Agustina Gran Reserva' von Plus, der so wenig kostet, daß es schon peinlich wäre, den Preis zu nennen, würde ich mich freuen (etwa im Vergleich zu dem Ramé).
Das Kaffee in dem ich meinen schlechtesten Wein trank, war eins in Essen, dessen namen ich Gottsei dank vergessen hab. Jedesmal wenn ich dort bin und an dem Kaffee vorbeilaufe(nur vorbeilaufe ich beukrotiere Ihn seit dem)ist dort jedesmal jemand anders drin. Und jedesmal sieht es anders aus. Vielleicht ein zeichen dafür, dass er balt dicht gemacht wird. Ist auch immer sehr leer drin.
Kann das einer bestätigen? Dass man desto öffter Wein man tringt, man immer mehr anspruchsvoller wird und immer mehr, sich für Wein bejeistern kann. So gehts mir nähmlich. Ich kenne sonst niemand in meinem alter der überhaupt gern Wein tringt.
Ich werde alt!
Ja bitte mehr über Wein schreiben...bei dir hat das Stil!