STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Wahrscheinlich würden die Menschen genausoviel Energie in die Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten stecken, wie in das ewiggleiche, allzuoft dümmlich-ahnungslose, halbstarke Geflenne über die Rundfunkgebühr, wenn die Nazis auch nen Fünfer im Monat kosten würden.

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da gibt es nichts zu flennen, die gez verschickt username und passwort an alle zahler und die oeffentlich rechtlichen stellen ihre flut nur gegen login bereit. das ist eine loesung mit der jeder leben kann. sie liegt auf der Hand, warum nur traut sich keiner an die umsetzung?

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Das ist eine komplett blödsinnige Lösung, denn auf diese Weise unterstellst du die öffentlich-rechtlichen einem Quasi-Quotendruck, der dazu führen wird, dass wichtige, aber weniggesehene Sendungen nicht mehr produziert werden.

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Solange die ARD mit 45 Mio EUR die Bundesliga sponsort und in den ÖR allabendlich Pferdeopern und Herz-Schmerz-Filmchen gezeigt werden, ist jede Kritik an einer Rundfunkgebühr gerechtfertigt.

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Warum?

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Weil es falsch ist, öffentliche Gelder (und als solche würde ich die Rundfunkgebühren bezeichnen) für die Subventionierung von Medieninhalten zu nutzen, die genausogut durch private Medienanstalten produziert werden können. Oder ketzerisch gefragt, wo bleibt die Zeitungsgebühr für Brillen, um eine öffentlich-rechtliche BILD-Zeitung zu produzieren?

Ich stelle nicht den Sinn der Rundfunkgebühren in Frage, im Gegenteil, ich halte ihr Modell für sehr unterstützenswert. Aber:

1. Wird bei vielen der Rundfunkräte die Idee der von der Legislative und Exekutive unabhängigen Rundfunkfinanzierung unterlaufen. Bei dem derzeitigen Einfluss (insbesondere der Landes-)politik auf die ÖR kann man auch gleich eine (an sich gerechtere) Steuerfinanzierung der ÖR durchführen.

Und 2. finde ich es darüber hinaus unkorrekt, dass sich öffentlich finanzierte oder teilfinanzierte Betriebe in Wirtschaftsbereichen von Privatunternehmen "umhertummeln". Es kann nicht Aufgabe von ÖR sein, einem an sich schon mit einer enormen medialen Aufmerksamkeit ausgestatteten Bereich, wie dem Fußball (oder im speziellen der Fußball-Bundesliga) auch noch auf breiter Front eine Unterstützung zukommen zu lassen, auf der anderen Seite Sportarten mit wenig Medieninteresse trotz eines Informationsauftrags allenfalls nur sehr kurz und sehr pauschal zu betrachten.

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Wenn du die seichte Unterhaltung ausschliesslich von den Privaten produzieren und ausstrahlen lässt, wird als nächstes der Ruf laut, den gebührenfinanzierten Rundfunk komplett abzuschaffen, weil ja nur zwei Millionen Leute zusehen. Und dann hat Herr Stoiber, was er immer wollte und niemand klopft iuhm mehr auf die Finger.

Erst, wenn du den Rundfunk über Steuern finanzierst, wird er zum Spielball der jeweils Herrschenden, also derjenigen, die die Steuern verteilen. Italien ist das beste Beispiel dafür, wie so etwas schief gehen kann. Ich kann, zumindest in meinen Arbeitsbereichen, keine übermäßige Einflussnahme durch Rundfunkräte entdecken. Das mag beim BR anders sein - da habe ich aber noch nicht gearbeitet.
Das Problem ist, dass nur die sogenannten gesellschaftlich relevanten Gruppen den Rundfunk überwachen können. Und genau da hast du das Problem, dass sowieso nur dumpfe Vereinsmeier in die Vereine eintreten. So bekommt die Bevölkerung nicht nur Regierung, die sie verdient, sondern auch den Rundfunk, den sie verdient.

Bei deinem Fußballargument hast du auch wieder (s.o.) das Problem der erreichten Masse. Wenn du ein Korrespondentennetz am Leben halten willst, musst du auf irgendeine Weise zum Massenmedium werden. Sonst schalten sie dich ab oder unterfinanzieren dich. NPR in den USA ist ein klassisches Beispiel für unterfinanzierten Rundfunk und seine Bedeutungslosigkeit.
Die vierte Macht wird gerade von bildungsfernen und geringsozialisierten Schichten nicht unmittelbar als solche wahrgenomen, also musst du versuchen, sie mit massenkompatiblem Zeugs zu ködern und ihnen dann die unangenehmen Dinge quasi-nebenbei zu servieren.

Aber eigentlich verstehe ich die ganze Diskussion nicht. Wahrscheinlich, weil niemand mal die richtigen Fragen, sondern immer nur die Finanzierung infrage stellt.

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Ich wollte eigentlich nicht die Finanzierung infrage stellen, wie gesagt, ich halte das Modell der Rundfunkgebühren durchaus für sehr vernünftig. Nur leider lässt die Umsetzung an vielen Punkten zu wünschen übrig. Es fehlt ein natürliches Hemmnis, dass Intendanten zu Effizienz zwingt, ohne automatisch in weichegspülte Massen-Medienware zu verfallen.

Sicherlich brauchen die ÖR eine kritische Masse, um ihr Dasein zu rechtfertigen. Aber das ist trotzdem kein Grund, für über 15 Euro pro Monat (u.a.) auch Programme zu finanzieren, die sich selbst tragen können. Und darüber hinaus gerade in Westdeutschland eine kleinteilige Rundfunkstruktur zu finanzieren, die noch einige Optimierungspotentiale hat.

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Das Problem ist nicht der Zwang zur Effizienz. Der ist vorhanden. Die Probleme sind ganz andere. Ich werde aber einen Teufel tun, das hier reinzuschreiben, denn wes Brot ich ess´, des Lied ich zwar nicht unbedingt sing´, aber ich beisse nicht die Hand, die mich füttert. Jedenfalls nicht derart öffentlich ;-) Die Strukturfrage gehört sicher dazu.

Von welchen Programmen meinst du, dass sie sich selbst tragen könnten? Und wie sollten sie das tun?

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