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(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Liebe Susanne Graf,

ich hatte mir vorgenommen, die Berliner Piraten mindestens eine Legislatuperiode lang zu verschonen, also nicht zu spotten oder zu stänkern weil ihr viel zu schnell erfolgreich geworden seid.
Ihr hattet keine Gelegenheit, euch an das politische Spiel zu gewöhnen und darum will ich euch auch keinen Strick daraus drehen, dass ihr es bisweilen so schlecht spielt, dass man den Eindruck bekommet. einige von euch wären sogar noch zu doof, "Mensch ärgere dich nicht!" regelkonform zu spielen.

Bei dir allerdings mache ich eine Ausnahme. Du hast mir nämlich mit der leichtfertigen Anstellung deines Lebensgefährten und der nachträglichen Rechtfertigung dieses Vorgangs ein erschreckendes Signal gesendet: Ich muss davon ausgehen, dass Du korrupt bist.

Denn wie kann ich wissen, dass Du nicht korrupt bist, wenn Du nichtmal willens oder in der Lage bist, eine so wichtige Angelegenheit wie - meinetwegen auch formaljuristisch nicht zu beanstandende - Günstlingswirtschaft offenzulegen, bevor man dich dazu nötigt?

Der erste Schritt in der Bekämpfung von Korruption ist, zu verhindern, dass überhaupt der Verdacht der Korruption entstehen kann.

Jemand, der ein solch elementares Prinzip nicht verstanden hat oder nicht verstehen will und trotzdem zu einer Wahl antritt, ist für mich keine Alternative. Da kann ich auch gleich wieder die bereits etablierten Parteien wählen, deren Vertreter dieses fragwürdige Verhalten schon immer an den Tag gelegt haben.

Viele Grüße
Holgi

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Update
Es gibt ja noch einen aktuelleren Blogpost zum Thema:

"Ich vermute, dass wenn es mich selbst nicht betroffen hätte, ich eine der ersten Personen gewesen wäre, die rumgeschrieen hätte und an Ideale erinnert hätte. Ich danke euch daher, diese Diskussion angestoßen zu haben und denke, dass es auch wichtig ist, in der Fraktion noch einmal darüber zu sprechen. Ich und Christopher haben uns diesen Vorgang sehr wahrscheinlich zu leicht gemacht und bitte Andere, aus unseren Fehlern zu lernen. Es ist nie eine Schande sich Fehler einzugestehen!


Wie geht es jetzt weiter? Ich habe Criss versprochen, dass er jetzt für mich arbeiten kann. Gewöhnlich halte ich mich auch sehr gern an meine Versprechen. In Absprache mit ihm haben wir beschlossen, dass er sich, wie bereits im ersten Teil kund getan, möglichst bald eine neue Beschäftigung sucht und wir das Arbeitsverhältnis zwischen uns beenden. Ich hoffe, dass sich damit einige Abfinden können und es eine moderate Lösung ist."

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Den aktuellen Blogpost habe ich gerade auch gelesen. Es ist schon eine Meisterleistung, einer Profil-Politikerin würdig, einen Fehler zuzugeben und ihn weiterhin zu begehen - und zwar mit indem man bereits getätigten Ankündungen nun als Konsequenz der Diskussion präsentiert.

Konkret: Es war geplant, dass ihr Lebenspartner sich in wenigen Monaten eine neue Stelle sucht. Jetzt gibt's den Shitstorm. Konsequenz: alles bleibt beim alten. Ihr Lebenspartner sucht sich dann mal "bald" eine neue Beschäftigung. Vielleicht dauert es jetzt nur 2 Monate. HAHA!

Das sie sich nicht so ganz im Klaren war, was sie tat, meinetwegen! Aber das sie ihr Fehlverhalten nach Hinweis nicht unverzüglich abstellt, sondern weitermacht - extraklasse!

Dafür hat sie wenigstens einen uberepischen Shitstorm verdient. Wenigstens.

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Den hatte ich selbstverständlich auch gelesen. Der ändert aber exakt gar nichts. Sie hat sich unglaubwürdig gemacht. Und das bleibt sie auch.

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19...
Jahre ist das Mädchen und soll in ein Parlament einziehen? Mann, die weiß noch nix vom Leben - das ist es was unsere Politik braucht. Junge, unverbrauchte, unverkorkste und unerfahrene Mitglieder im Parlament. Da ist es mir wirklich sch. egal ob sie sich ihren Heini als Beistand mitnimmt - zumindest für den Anfang.
Und vergleichbar mit anderen Parteien ist das auch nicht da sie einen Mitarbeiter ihres Vertrauens bevorzugt und nicht Atomkraftwerke bauen lässt damit sie in der Rente noch einen sicheren Job hat.
Das ist eine ganz andere Nummer und auch völlig anders zu bewerten.
Grüße Alex

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Nur falls sich jemand wundert: "Blackspear" hatte nichts substanzielles beizutragen, sondern wollte trollen. Da habe ich ihn gelöscht.

@Alex_73
Das ist sehr wohl vergleichbar, denn es ist - wie gesagt - ein prinzipielles Problem, das sie ignoriert hat.
Die Frage bleibt: Wie kann ich wissen, dass sie sowas an anderer Stelle nicht nochmal macht? Die Antwort lautet: Gar nicht. Alles, was ich weiss, ist dass sie prinzipiell bereit ist, sowas zu machen, denn genau das hat sie bewiesen - und damit mein Vertrauen verspielt, denn beweisen, dass man nicht korrupt ist, kann man nicht.
Es ist auch keine Lappalie, denn bei einem Parlament handelt es sich um eine der drei Staatsgewalten und nicht um irgendein albernes Politcamp oder die Jugendorganisation einer Partei, die mal ein paar Tage Politik spielen und dabei Fehler machen darf.

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Hier noch ein Link:
http://isarmatrose.com/2011/11/15/theresa-schopper-manchmal-kommt-es-anders-als-man-denkt/

Holgi hat Recht, es handelt sich hier um ein Parlament. Das Vertrauen hat in sich hat sie beschädigt. Das sehen manche anders und ich bin selbst bereit ihr anfangs nicht mit dem Hammer zu kommen, eben weil sie so jung ist.
Zumindest war ich es. Ich empfinde es aber als ungeheuerlich, dass sie in ihrer zweiten Erklärung nicht schreibt "Wir haben uns dazu entschieden, die Anstellung mit sofortiger Wirkung rückgängig zu machen" - oder eben bis Ende der Woche, weil jetzt Termine stehen. Dann aber auch definitiv ohne die Zahlung von Geldern.

Schon der Verdacht der Korruption ist so schwerwiegend, dass das Vertrauen nach dem ersten Gedanken daran schwer wieder herzustellen ist. Und das muss aus Prinzip so sein. Weil Korruption meist schwer bis gar nicht zu entdecken ist. Und was diese anrichten kann, darüber muss hier doch nicht aufgeklärt werden?

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@Holgi
Politik wird von Menschen betrieben und wo diese arbeiten produzieren sie zwangsläufig Fehler. Nirgendwo sonst wird man schneller über den Tisch gezogen als in der Politik, ist es da verwerflich, wenn man sich "zunächst" mit Leuten umgibt welchen man blind vertrauen kann? Ich finde, du setzt die Latte ein wenig zu hoch an und dein Idealbild eines Politikers wird es real niemals geben - denn sonst müsstest Du die Menschen gegen Maschinen ersetzen welche nur rational aber niemals emotional entscheiden. Das kann man zwar versuchen zu trennen wird aber in der Realität niemals funktionieren.
Ihr Fehler war, es nicht von vorneherein öffentlich anzukündigen - das ist alles, finde ich.

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Enttäuschend
Ich dachte ja eigentlich, dass zumindest Transparenz eine Kernkompetenz der Piraten ist.
Umso enttäuschender, dass sie sich gerade auf diesem Gebiet solch einen Faux pas erlauben.

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Alex, es geht mir nicht um ein Idealbild, sondern um ein Prinzip. Wer nicht von Anfang an vermeidet, einen Korruptionsverdacht zu erwecken, den muss ich zwangsläufig für korrupt halten.
Ich bin der letzte, der die Forderung unterstützen würde, den gesamten politischen Betrieb transparent zu gestalten (genaugenommen halte ich solche Forderungen für Kindisch). Die Piraten allerdings schreiben sich Transparenz auf die Fahnen. Nur Transparenz hilft gegen Korruption. Und die Dame geht hin und missachtet diese sehr einfache Regel an einer Stelle, an der Intransparenz völlig unnötig gewesen wäre.

Das mag politische Naivität sein. Ich erwarte von jemandem, der sich zur Wahl stellt aber, dass er wenigstens ein Mindestmaß an Professionalität mitbringt. Und die sehe ich hier nichtmal ansatzweise.

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Interessant an den ganzen Debatten find ich fast schon weniger wie die nun Gewählten sich diskreditieren [mir gehts im hiesigen Fall so: mit viel Wohlwollen unterstelle ich Naivität, dann geht aber die 2. Erklärung gar nicht wie oben schon von anderen erwähnt], interessant also finde ich fast schon weniger das Verhalten der Vorturner:innen, sondern wie mit der Partei Sympathisierende bzw. deren Mitglieder hier und anderswo mal alles durchrechtfertigen oder für sich beibiegen.

Nicht nur hier [ich reg mich ja grad z. b. über das hier auf].

Aber passt scho'. Gehört beim Parteigängertum wohl dazu, dass für einen selbst plötzlich nicht mehr gelten soll, was von anderen gefordert wird.

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Das mit den Parteigängern ist mir auch aufgefallen. Ist aber bei allen Parteigängern so :)

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Irritierend sind auch einfach Aussagen wie die folgende:

"Fabio hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man nicht nur nach dem Geschriebenen im Landesabgeordnetengesetz ausgehen solle, sondern auch hinterfragen solle, warum es so ist."

Vielleicht setze ich jetzt die Latte zu hoch, aber ist sowas nicht selbstverständlich für jemand der Gesetze *macht*?

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@Holgi
im Grundsatz schon richtig aber was in der Naturwissenschaft funktioniert muss beim Menschen und dessen Handlung nicht zwangsläufig auch so stimmen. Per Ausschlußverfahren einer einzigen Handlung gleich die komplette Person (und damit die Partei) als solche in Frage zu stellen halte ich für überzogen.
Ich denke wir brauchen darüber auch nicht weiter zu diskutieren ich halte dieses Verhalten tatsächlich für Naivität beziehungsweise unvermögen. Die Erwartungen sind da einfach zu hoch als das sie ein 19jähriges "Mädchen" jemals auch nur im Ansatz erfüllen könnte.
Für mich wiegt dieses Verhalten allerdings nicht so wirklich schwer.
@Roland: 1. ja, ich sympathisiere mit den Piraten - allerdings betrifft deren Kompetenz lediglich max. 10% meines Lebens. Ich komme aus Süddeutschland und habe sie nicht ein einziges mal gewählt. Auch biege ich sie mir nicht zurecht oder rechtfertige irgendwas. Aber: Für mich ist dieser Fehler nicht ausschlaggebend oder anders gesagt er ist aus meiner Sicht sogar "verständlich und nachvollziehbar".
Auf deutsch: "Es kratzt mich nicht - das Endergebnis muss stimmen. Und das kann man erst nach ein/zwei Jahren sehen.

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Hmtja. Sagst du, mag dir sogar glauben, bezweifle aber, ob du's im Falle einer sagen wir mal Jungen Liberalen genauso gesehen hättest, ist natürlich jetzt nicht überprüfbar [auch nicht für dich selbst, bilde ich mir ein]

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Aus mir unerklärlichen Gründen verstehe ich zum jetzigen Zeitpunkt nur Bahnhof.

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Da steckt noch mehr drin.

Zum einen ist ein solches Verhalten nicht nur korruptionsverdächtig, sondern sogar mafiös. Wenn das Versprechen gegenüber einem Familien- oder Clanmitglied über den moralischen Erwartungen der Gesellschaft und des Wahlvolkes steht.

Zum anderen besteht hier auch der Konflikt, dass Gelder für die Mandatstätigkeit für Parteizwecke missbraucht werden. Da der Mitarbeiter auch Bundessprecher ist. Quasi eine indirekte Förderung der Bundespartei aus den Kassen des Berliner Abgeordnetenhauses.

Dies ist auch ein primäres Merkmal der organisierten Kriminalität, ob Comorra, Drangheta, oder Cosa Nostra. Steuergelder, die für gesellschaftlich relevante Zwecke vorgesehen waren, werden für die Verwirklichung der Ziele des Clans umgeleitet.

Nun wäre die Frage, ob dies einfach nur Unerfahrenheit ist, oder bestimmende Handlungsmaxime der Partei oder ihrer herausgehobenen Personen. Achtung jetzt wird es frei-spekulativ: Man könnte durchaus argumentieren, dass das systemimmanent ist. Digital Boheme. Das Leben von Transferleistungen und Schattenwirtschaft ("Freundschaftleistungen") gepaart mit einer gehörigen Staatsskepsis und Vernetzung als relevantes Lebensziel. Da wären wir wieder bei der Mafia. Das sind die Zutaten für ein Leben im Clan. Dazu gehört auch die interne Transparenz. Nur wenn Entscheidungen für alle Mitzglieder sichtbar werden, können Abtrünnige auf Linie gebracht und das gemeinsame Ziel verwirklicht werden.

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@Roland
Nein, der FDP hätte ich das sicherlich nicht durchgehen lassen!
Die hatten schon zu viele Chancen!
@strappato, du bist ja druff, bei deiner Argumentation kann
ich echt einpacken :-/ ! Da fällt mir nix mehr zu ein! Respekt!

Für mich dennoch zu hochgeschaukelt! Nix für
ungut,

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Also, was ich sonst so höre, strappato, fehlt es zur Clanbildung dann doch an Niedertracht. Wie ich oben schrieb, verhalten sich Teile der Berliner Piraten... äh... intellektuell fragwürdig. Eher so wie Halbstarke. Also Dummheiten begehend - und anscheinend auch ähnlich Erkenntnisresistent.
Das wächst sich aus, da bin ich sicher. Ich habe nur Sorge, dass es sich nicht schnell genug auswächst, so dass die politische Hoffnung, die die Piraten für mich bedeuten, schneller demotiert wird, als ihre Abgeordneten zur Vernunft kommen.

Alex, wie oft würdest Du ihr sowas durchgehen lassen, bis Du in demselben Dilemma angekommen wärest, in dem ich längst bin?

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Boshaftigkeit ist nur bei Psychopathen ein lohnenswertes Lebensziel. Normalerweise ist es eher ein "Kollateralschaden". Die mafiösen Clans sind auch der Überzeugung für ihre Regionen das Beste zu wollen. Aber war eh nur ein Gedankenspiel.

Was ich viel bedenklicher halte, ist die Vermischung von Person, Partei und Fraktion. Ein Parteisprecher twittert über sein Angestellenverhältnis mit einer Abgeordneten über den Account der Partei, eine Abgeordnete gibt an, gewählt zu sein, um die Ziele der Partei voranzubringen - also nicht primär dem Wohl der Stadt und der Bürger? In einem Tagesspiegel-Interview zeichnet für sie einen guten Abgeordneten aus, dass die Person absolut hinter den Idealen ihrer Partei steht.

Die Trennung zwischen Partei und Fraktion ist nicht so einfach, weiss ich aus eigener Erfahrung. Praktisch nicht immer so machbar, wie es die Regularien vorsehen. Nur fehlt mir hier das Verständnis für die Trennung von Partei, die dem Mitgliedern verpflichtet ist und Fraktion, die aus freigewählten Abgeordneten sich zusammensetzt, die dem Wählern/Bürgern rechenschaftspflichtig sind.

Das kann schnell zum GAU führen, wenn die vom Gesetz geforderte aubere Trennung bei den Finanzen von Fraktionen und Partei verletzt wird.

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Aye: Wehret den Anfängen
Ich bin prinzipiell geneigt, Susanne zu glauben, dass da weniger Böswilligkeit drin steckte, als man annehmen könnte.

Allein: wenn jetzt kein Zurückrudern 2.0 inklusive Entlassung/Aufhebung/Whatever innert kürzester Zeit zu Stande kommt, entsteht ganz schnell der Eindruck, dass das Vorgehen zwar böse, im Einzelfall aber zu rechtfertigen ist.

Und seien wir ehrlich: wer von uns sieht sich persönlich nicht am ehesten immer als genau den Einzelfall an, bei dem man ja eine Ausnahme machen kann, weil man ja selbst alles im Griff hat und auch alles ganz anders ist, als es aussieht?

Außerdem wäre es furchtbar, wenn sich schleichend ein "Dunstkreis" entwickelt, der um die Fraktion entsteht, der etwas Mystisches, irgendwie Geheimes und vor allem nur durch persönlichste Kontakte Betretbares an sich hat.

[x] Gegen Klüngel

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3. Update von Susanne Graf plus Lebensgefährten, mit den jetzt nötigen Konsequenzen.

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Krisenkommunikation
»Wir haben uns intensivst mit den diversen geäußerten Kritikpunkten auseinander gesetzt und viel über selbige gesprochen. Unsere Intentionen mag jeder für sich bewerten, wir haben diesbezüglich sowohl positive als auch negative Rückmeldungen bekommen. Einfach gemacht haben wir es uns mit der grundlegend Entscheidung auch im Vorfeld nicht, was Susanne in Ihren bisherigen Blogeinträgen deutlich gemacht hat.«

Leichter Anflug von Krisenkommunikation.
»intensivst«: brutalst möglich, super supelativ.
»Unsere Intentionen mag jeder für sich bewerten,…«: Denkt Euch doch, was Ihr wollt.
»Einfach gemacht haben wir es uns […] nicht …«: Wir opfern jetzt mal was.

Und dass formaljuristisch alles korrekt abgelaufen ist, ist auch noch eine Erwähnung wert: Wir haben trotzdem recht.

(ich könnte allerdings auch völlig falsch liegen)

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Nicht falsch. Einsicht sicht anders aus.

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Finde ich auch. Das sieht eher aus wie massenmedientaugliche Schadensbegrenzung. Aber auch die ist wichtig!
So gesehen scheint sie ein wenig von den Spielregeln gelernt zu haben, die sie sich hätte draufschaffen müssen, bevor sie sich zur Wahl gestellt hat.

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"nötig" meinte ich dann auch im Sinne von "Schadensbegrenzung"

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Als ich 19 war, war ich auch noch recht unerfahren und machte eigentlich nur Fehler.
Und Ihr?
Das änderte sich dann (bei mir) mit 25, dann mit 30,, dann mit 37, dann mir 40, dann mit 44, und so ging das immer weiter. Es hört nie auf, das Dazulernen. Und rückblickend kann ich nur den Kopf schütteln über die eigene Blödheit.
Wenn man nicht stehenbleibt. Geistig.

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Mit 19 habe ich mich nicht so aufgeführt, als könne ich Politik gestalten und habe mich nicht in eine gesetzgebende Versammlung wählen lassen.
Es geht hier um ein Mandat in einem Parlament und nicht um Jugend-übt-Demokratie!

Wie gesagt: Welpenschutz gerne. Wer aber bei den Profis mitspielen will, muss sich vorher wenigstens die naheliegendsten - und naheliegender geht es kaum - Regeln draufschaffen, sonst gibt's im Zweifelsfall Dresche. Wenn man mit Transparenz zur Korruptionsvermeidung hausieren geht, allemal.

Aus dem Versuch, den Spin in Richtung "Ist doch gar nicht so schlimm, weil ist doch juristisch in Ordnung" zu drehen, lässt sich übrigens sehr gut ableiten, dass die Dame sehr wohl verstanden hat, wie das Spiel geht. Falls man böswillig ist.

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Es gibt von der Bundeszentrale für politische Bildung ein kleines Heft: "Kleine politische Ethik". Schriftenreihe Band 341. Sollte Pflichtlektüre für Politneulinge sein.

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Dazu Wolf Wagner "Wie Politik funktioniert". Hier kostenlos und legal als pdf.

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Ich finde, dass ihr doch ein wenig übertreibt. Sie hat einen Fahler gemacht, uns zwar einen ethischen. Den hat sie eingesehen. Sie bezahlt ihren Lebensgefährten nur nicht weiter, sondern gar nicht mehr. In welcher anderen Partei würde so verfahren werden - genau - in keiner.

Das weiteren ist der Fehler ein ethischer, da es nach dem Gesetz völlig legal war, einen Freund zu beschäftigen. Wenn man das nicht will, sollte man das Gesetz ändern und nicht auf einer dann doch recht hilflosen Abgeordneten der Piraten rumzuhacken. Und man darf nicht vergessen, dass die Piraten mit allen Listenplätzen ins Abgeordnetenhaus eingezogen sind und "die Öffentlichkeit", also wir, erwartet haben, dass sie auch alle Sitze wahrnehmen.

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Die Öffentlichkeit hat erwartet, dass Leute antreten, die wenigstens in den elementarsten Fragen wissen, was sie tun. Aber das habe ich ja bereits ausgeführt.

Was die anderen Parteien machen, ist in diesem Zusammenhang völlig schnurz. Entweder etwas gilt für alle gleich oder es gilt gar nicht.
Mit dem Argument "die anderen" kann ich jeden Scheiß rechtfertigen. Danach wäre es beispielsweise verzeihlich, wenn sich die Piraten mit weniger Geld kaufen lassen würden, als beispielsweise die FDP.
Und, um in diesem Vergleich zu bleiben, wer legt eigentlich fest, ab wann sowas ein Problem wird? Was wäre der Preis desjenigen, damit er bei meiner Partei ein wenig länger den Mund hält als bei den anderen?

Messen mit zweierlei Maß ist nichts anderes als Willkür.

Und bitte lies die anderen Kommentare, bevor Du schreibst, dann müssen sich andere nicht wiederholen.

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Ich habe alle Kommentare gelesen.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es gesetzlich OK war. nicht mehr und nicht weniger.

Und auch ich finde ihr Verhalten falsch.

Gruß fairsein

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danke !!!
ein "Klein"es Statement, das mir Respekt abnoetigt vor einer Meinung die ich teile !!!
chapeau Holgi !!!
alles gute, und die besten Wuensche aus dem Sueden Frankreich's,
à bientôt,
martin

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Ich kann die Kritik an dem Verhalten von Susanne Graf zum Teil nachvollziehen. Ich teile sie nicht (für mich hat sie einen Fehler gemacht, sie hat sich entschuldigt und scheint sich um Abhilfe zu bemühen, in dem sie sich einen neuen Mitarbeiter sucht, und damit ist für mich gut), aber ich verstehe, dass einem das trotzdem übel aufstossen kann, und man sich darüber empört.

Was ich jedoch nicht verstehe, Holgi, ist die Art wie Du damit umgehst. Du sprichst nicht etwa z.b. die Betroffene oder die Piratenpartei direkt an, sondern machst einen öffentlichen Empörungs-Post daraus. Du sagst Du willst der Piratenpartei aus ihrer Unerfahrenheit keinen Strick drehen, schreibst aber dann, einige wären "zu doof zum Mensch ärgere Dich nicht spielen". Konstruktive Kritik geht anders, finde ich zumindest.

Nun kann man sagen, das muss eine Partei aushalten können - und das stimmt, muss sie auch. Ich finde auch ettliches, was die Piratenpartei so von sich gibt, kritik-würdig.
Und ich schätze gerade an Dir und Deiner Arbeit , dass Du in Blog, Radio & Podcast eben genau NICHT immer die Schere im Kopf hast und einen bideren "Kuschelkurs" fährst, sondern auch mal Klartext redest.

Aber so ein Post taugt eben nur zum seinem Ärger-luft-Machen. Es wird sich dadurch nichts in eine positive Richtung verändern - Susanne Graf bekommt bereits genug Schelte für ihren Fehler, und eine Menge unentschlossener, die vielleicht den Piraten eine Chance gegeben hätten, werden jetzt wieder die "unwählbar"-Keule schwingen - weil viele zwischen "da ist was gelaufen, was wirklich Bockmist ist, und dagegen muss man was sagen" und "wenn da einmal was schiefgeht ist die Partei der Untergang des Abendlandes" nicht unterscheiden.

Wie schon gesagt, eine Partei muss das ab können, und Deine Kritik ist nicht härter/deutlicher/... als das, was andere einstecken müssen. Aber in meinen Augen eben auch nicht mehr - leider.

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Ich soll die Piratenpartei oder die Graf direkt ansprechen und mich nicht öffentlich empören? Warum nicht? Weil hier nicht "Tagesspiegel" drübersteht? Weil es für die Piraten besser aussieht, wenn sich nur die Standard-Presse empört und nicht auch mögliche Wähler, die sowieso schon mit Sorge dabei zusehen, wie die Demokratie von allen anderen Parteien verächtlich gemacht wird?

Ich bin nicht das Kindermädchen der Leute, die in meinem Namen Macht ausüben. Es geht um ein Parlament und nicht um eine Simulation desselben. Das ist der politische Ernst des Lebens. Wenn einzelne Abgeordnete der Piratenpartei nicht in der Lage sind, diesen Ernst zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten, dann sollten sie ihr Mandat schleunigst zurückgeben, denn ist davon auszugehen, dass sie Parlament und Partei in Zukunft noch mehr schaden als nutzen.

Und wenn es Bürger gibt, denen der leichtfertige Umgang einzelner Piraten mit der ihnen anvertrauten Verantwortung dazu reicht, die Partei für unwählbar zu halten, so ist das - zumindest im Fall Graf - ein sehr gutes Zeichen. Es deutet dann nämlich darauf hin, dass diese Bürger die Verantwortung des Mandatsträgers wesentlich ernster nehmen, als es die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten in unseren Parlamenten seit vielen Jahren zu tun scheint.
So gesehen ist mein Rant (und was anderes war das nicht) dann sogar konstruktiv. Allerdings für den Parlamentarismus und nicht für einzelne Parteien.
Die sind mir sowieso egal, denn ich bin Wechselwähler.

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Danke für Deine Antwort.

>Weil es für die Piraten besser aussieht, wenn sich >nur die Standard-Presse empört und nicht auch >mögliche Wähler, die sowieso schon mit Sorge dabei >zusehen, wie die Demokratie von allen anderen >Parteien verächtlich gemacht wird?

Meine Befürchtung ist, dass man daraus ein "Die sind auch nicht besser als "die anderen"" herauslesen kann, wenn man möchte - und genau das wäre dem mangelnden Respekt unser Demokratie und Verfassung gegenüber, den Du ansprichst, eben hinderlich:

Die Medien versuchen genau das, man will keine differenzierten Meinungen, man will breite Zustimmung oder zumindest gleichmässige Unzufriedenheit. Nicht nur bei den Piraten, auch bei anderen Parteien.
Die Einstellung "eigentlich ist eh schon egal, wen ich wähle", ist das Ziel. Menschen die sich engagieren und die Dinge differenziert betrachten, sind nicht gewollt - nicht umsonst haben die Medien gleich ein neues Wort ("Wutbürger") erfunden, kaum das mal ein paar Leute nicht "auf Spur" waren.

Nun bist Du ja im Netz durchaus nicht gänzlich unbekannt. Lass mal einen Bild-Redakteur mit zu viel Zeit auf Dein Blog stossen und daraus eine Schlagzeile fabrizieren "Radiomoderator Holger Klein: Piratenpartei korrupt?" - siehst Du die Gefahr nicht so?

Ich bin Deiner Meinung, Du bist nicht Kindermädchen unser Parlamentarier und Du trägst auch nicht die Verantwortung für das Meinungsbild in Deutschland.
Aber ich würde auch den Einfluss auf die deutsche Netzwelt nicht unterschätzen, den es hat, wenn ein Holger Klein in NSFW, Wrint oder seinem Blog etwas zu einem Thema sagt.

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Nee, die Gefahr sehe ich wirklich nicht. Das ehrt mich zwar, aber so groß sehe ich meinen Einfluss nicht. Darum habe ich vermutlich auch eine andere Wahrnehmung des Rants als Du.

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Aus der Reihe "Wir stellen komische Leute an" gibt es Nachschub: Die Berliner Piratenfraktion hat jetzt als Fraktionsgeschäftsführerin jemanden angestellt, der Esoterik-Seminare an Jugendliche verscherbelt, Daniela Scheeler: Politologin und Heilpraktikerin. http://www.scherler-seminare.de/seminare/kompaktseminar.html

Aus dem Angebot:
Körperübungen und Meditation
Feuerlauf und Reiki
Kinesiologie und Pendeln

Es gibt auch ein Buch bei Amazon von der Person, das man in der Vorschau anlesen kann http://www.amazon.de/hast-Macht-über-Dich-Selbstbestimmt/dp/3839141575/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1285083721&sr=8-1

Alles in allem ziemlich komisch, wobei ich mich ja frage, ob sie das beste war, was man als Fraktionsgeschäftsführerin bekommen konnte.

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edit
Sie hat zwischenzeitlich ihre Links gelöscht, aber der Google Webcache hat sie noch: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:zEIpJB5IYSoJ:www.scherler-seminare.de/links.html+&cd=1&hl=de&ct=clnk

Darin verwies sie auf Rüdiger Dahlke, Esoteriker und Fan der GNM http://esowatch.com/ge/index.php?title=Rüdiger_Dahlke

Weia...

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Das ist tatsächlich eklig...

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Letzter Beitrag in dieser Sache, aber weil's so schön passt:

http://www.berliner-zeitung.de/archiv/hurrikan-im-parlament,10810590,10316042.html

"----Die FDP-Fraktion verabschiedete in dieser Woche ihre Referentin Daniela Scherler, die sich seit 2001 um die Gesundheitspolitik kümmerte. Scherler ist Heilpraktikerin und geht nun nach Ägypten. Zum Abschied gab's das Praxishandbuch für Pyramidenenergie (das es wirklich gibt!). Aber es ist auch sichergestellt, dass Scherler in der Fraktion nicht vergessen wird. Der Plastiktannenbaum, den sie den Abgeordneten zu Weihnachten geliehen hatte, bleibt im Landtag."

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