STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Ich war auf meinem ersten Foodcamp. Ein Freund, der an der Organisation beteiligt war, hatte ausgerechnet mich dazu eingeladen. Ich kann viel essen, viel trinken, Gulasch, Lasagne, Pizza, Steak und Carbonara kochen, habe mich plötzlich unter einem Haufen Foodnerds wiedergefunden und mich so deplaziert gefühlt, wie noch nie. Als irgendwann irgendwer über irgendwen anderes sagte: "Wer is'n das überhaupt? Kann die kochen oder hat die Reichweite?", habe ich meine Contenance wiedergefunden indem ich mir und anderen versucht habe, einzureden, meine Reichweite sei ein Wert an sich. Außerdem habe ich Kartoffeln geschält, Teller getragen und Getränke eingeschenkt (oder sagt man ausgeschenkt?) gelegentlich Scherze gemacht und eine Handvoll Sendungen aufgenommen (quick and dirty allerdings).



Eigentlich war das Foodcamp eine Pressereise oder die Pressereise ein Foodcamp oder so. Ich schreibe hier also möglicherweise die absolute Unwahrheit, wenn ich behaupte, dass ich alles durchgehend super gefunden habe. Die Bayern Tourismus Marketing (all hail!) hatte uns eingeladen, die Ausflüge organisiert, das Hotel und das Essen und eigentlich so ziemlich alles bezahlt - außer der Anreise und der absurden Menge Backwerk, das ich in der wundervollen Konditorei Neef gekauft habe, wann immer ich ein paar Minuten Zeit hatte. Tagsüber haben wir ein vorbereitetes Programm absolviert und abends frei gekocht.

Wir waren im Essigbrätlein, einem Sternerestaurant in Nürnberg. Mein erstes Sternerestaurant überhaupt. Das war schon reichlich beeindruckend, aber nicht so beeindruckend, wie ich erwartet hatte. Nimbus und so... weisstschon. Später kam uns dann der Gedanke, dass es vielleicht auch deshalb nicht so beeindruckend war, weil unsere Stimmung eher einem Wirtshaus angemessen gewesen wäre. Jetzt muss ich wohl nochmal in einen Sterneladen, um zu sehen, wie es dort ist, wenn man selbst etwas dezenter ist.

Wir waren bei einem geilen Metzger (Seefried, bei dem wir gewurstet und die Wurst hinterher gegrillt haben, bei einem geilen Brauer (Gänstaller), von dem wir Treber mitgenommen und abends daraus Crumble gemacht haben, bei einem geilen Bäcker (Erbel, bei dem ich mich an Marzipan-Weißmohn-Plunder überfressen habe, bei einem geilen Winzer (Bickel-Stumpf), den wir auch schonmal auf Wrint verkostet haben und dessen Wingert ich jetzt auch mal beschritten habe, und hatten Abends Besuch von noch mehr geilen Winzern (3 Zeilen, 2Naturkinder, die dann auch mit uns gegessen haben. Von Christian Stahl habe ich fünf Weine probiert und alle waren so gut, dass ich mich nicht für einen entscheiden könnte, wenn ich müsste. Das ist mir auch noch nie passiert.)

Das einzig Schlechte am Programm der vier Tage, war der barbesuchsinduzierte Schlafmangel und mein Zustand nach mehreren Stunden Busfahrt, die mein Innenohnr nicht so gut verkraftet hatte. Besonders beeindruckend fand ich die Stimmung insgesamt. Ein wenig wie auf dem Congress: Nur normale Menschen (bezogen auf die gemeinsame Basis), die fast rund um die Uhr aufeinanderhängen, und daraus resultierend eine sehr besondere, leicht hermetische und umso inspirierendere Stimmung erzeugen. Jetzt hab ich den Salat: Ich kann mir gut vorstellen, in Franken zu leben und muss unbedingt mehr kochen. Das mit dem Kochen ist sogar realistisch.

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Eine Woche ohne eigenes Auto. Das ist selbstverständlich so gut wie nix, denn so lange hat die Karre auch schon öfter in der Wekstatt gestanden. Genau genommen stand sie im Frühsommer sogar drei Wochen lang in der Werkstatt. Ich hatte sie dort regelrecht vergessen - was letztlich ausschlaggebend dafür war, dass ich mich jetzt komplett vom eigenen Auto getrennt habe.

Gestern musste ich zur Packstation. Das habe ich mit Car2go gemacht. Ich konnte den Wagen nicht vor der Haustür parken, was eigentlich sehr oft möglich ist. Mit meinem eigenen Auto hätte mich das geärgert. Diesmal war mir das aber schnurz.

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Ich habe kein Auto mehr.

Und bin sehr gespannt, wie lange das so bleibt.

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