STACKENBLOCHEN (rsf)
(where contestants have to arrange items on a dresser at right angles - that passes for fun in germany)
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Lange nicht mehr gespielt:


Herr Klein muss...

... gerade die tendenziell steigenden bürokratischen erleben

... 3-4-mal pro Nacht Wasserlassen

... dementsprechend mehr zurückzahlen

... doch alles richtig gemacht haben

... ohnmächtig mit ansehen

... am Arm operiert werden

... nicht die entsprechende Körpergröße haben

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In Verwaltungshierarchien steigt man nur selten aufgrund guter Leistung auf, wohl aber aufgrund von Gehorsam oder reichlich Speichelleckerei. Die Leute, die in diesen Strukruren weiter oben stehen, sind es darum nicht gewohnt, unterbrochen oder korrigiert zu werden und leiten daraus gerne ab, sie würden stets etwas Wichtiges sagen. Dabei haben die Untergebenen bloß Angst, keine Fahrkarte für die nächste Runde im Personalkarussell zu bekommen.

Ich weiss oft nicht, wen von beiden ich stärker verachte - die Feiglinge unten oder die Deppen oben.

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Kürzlich saß ich mit einer irischen Diplomatin bei gutem Essen und reichlich Wein. Wir sprachen über Berlin, das sie zum ersten Mal in ihrem Leben besuchte. Auf ihre Frage, wie es sich in Berlin denn so lebe, gab ich die übliche Antwort.

Das Leben hier ist angenehm, billig und abwechslungsreich. Zu scheitern ist weitgehend folgenlos, darum muss man niemals erwachsen werden (und trifft ständig auf irgendwelche Pfeifen jenseits der 30, die zwar nix an den Füßen, aber jede Menge Projekte in der Pipeline haben). Gerade in den letzten Jahren höre ich ständig neue, fremde Sprachen auf den Straßen und empfinde das als ungeheure Bereicherung. Selbst kulinarisch kommt Berlin langsam auf die Füße. Im Sommer ist Berlin fast mediterran, im Winter zwar oft die Hölle, aber auch zunehmend erträglich, denn man kann sich um die Ecke gute Lebensmittel beschaffen.

Die Exekutive hat die Stadt zwar längst aufgegeben und folgt dabei der bekannten Schwindsüchtigkeit unserer Legislative, aber darüber kann man sich ja im Grunde auch noch prächtig amüsieren. Allerdings trübt der Dreck auf den Straßen das Bild. Es ist siffig, alles ist vollgeschmiert, überall liegt Müll herum, die Berliner scheißen regelrecht auf ihre Stadt (beziehungsweise lassen sie das die besten Freunde der Hundebesitzer erledigen), sind zu faul, ihren Sperrmüll ordentlich zu entsorgen und überantworten ihre alten Matratzen, Kühlschränke und Fahrräder einfach dem Teil der Allgemeinheit, der hier überhaupt noch Steuern zahlt. Siffhausen an der Spree halt... etcpp.

Da blickt sie aus ihren schönen, weinseligen Augen in meine weinseligen Augen, bricht in schallendes Gelächter aus und fragt: "And this is your only complaint?!". Da hab ich dann mitlachen müssen. Zurecht. Immerhin leben wir in der einzigen echten Großstadt der Bundesrepublik, mit der ich nach diesem kurzen Gespräch so sehr meinen Frieden gemacht habe, wie in den 17 Jahren davor nicht.

Außerdem kann ich ja jederzeit raus.

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